RENATE HECHENBERGER

FEMALE POWER ARCHITECT

Ich kenne Macht von innen.
Und ich weiß, was ihr fehlt.

Aus internationaler Führung, aus gelebter Verantwortung und aus der Arbeit mit den inneren Strukturen, die bestimmen, wie viel von der eigenen Autorität tatsächlich gelebt wird.

Porträt von Renate Hechenberger, Female Power Architect
Mein Erfolg bewies nicht, dass die Form noch passte. Er zeigte auch, wie gut ich gelernt hatte, in ihr zu funktionieren

Ich war oft die einzige Frau in Führungskreisen, die fast ausschließlich aus Männern bestanden.

 

Drei Jahrzehnte lang habe ich in der internationalen Luxushotellerie gearbeitet und geführt. Ich trug operative Verantwortung in großen Häusern, arbeitete mit Eigentümern und Führungsteams und übernahm später regionale Führungsrollen: zunächst für die Asia-Pacific-Region mit rund 30 Hotels in mehr als zehn Ländern, danach für eine kleinere Gruppe in Großbritannien mit Sitz in London.

Mein beruflicher Weg führte mich durch Europa, den Mittleren Osten, Südostasien und Australien. Ich lernte, Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung zu führen und mich zwischen kulturellen Codes, Eigentümerinteressen, Hierarchien und informellen Machtverhältnissen zu bewegen. Diese Arbeitswelt hat mich geprägt und weit gebracht.

In ihr habe ich gelernt, wie Macht tatsächlich wirkt: Wer gehört wird. Welche Allianzen tragen. Wo ein formales Mandat endet und tatsächlicher Einfluss beginnt. Und welchen Preis Zugehörigkeit und Aufstieg verlangen können.

Ich war in dieser Welt erfolgreich. Doch Kompetenz und Leistung öffneten nicht jede Tür.

Damals war das mein berufliches Leben. Heute trägt diese Erfahrung meine Arbeit als Female Power Architect.

 

Tagsüber Managerin. Abends im Tempel.

Die energetische Arbeit trat lange vor meinem Abschied aus der Corporate-Welt in mein Leben. In Jakarta.

Tagsüber leitete ich in einem Luxushotel eine Abteilung mit mehr als 250 Menschen. An meinen freien Tagen und Abenden lernte und arbeitete ich im Tempel eines chinesischen Heiler-Priesters in Jakartas Chinatown.

Eine chinesische Kollegin hatte mich zu Meister Ho Lee, genannt Ohm Olli, gebracht. Er kannte mich nicht. Dennoch hatte er sie aufgefordert, die „weiße Frau von ihrem Arbeitsplatz“ zu ihm zu bringen.

Bei unserer ersten Begegnung stand ein stämmiger Mann mit nacktem Oberkörper und knallgelber Hose vor mir. Zwei Kris, kurze Dolche, verliefen über Kreuz durch seine Wangen. Was ich dort sah, stellte vieles von dem infrage, was ich bis dahin für Realität gehalten hatte.

Ohm Olli sagte zu mir: „I have a message for you from my gods. You know how to heal, so do it.“ Für ihn war das keine Frage. Für mich war es eine enorme Herausforderung.

Er lud mich ein, bei seiner Arbeit anwesend zu sein und mit den Menschen energetisch zu arbeiten, die zu ihm kamen.

Renate Hechenberger mit ihrer Hündin Cleo in Jakarta, 1988

Etwa zehn Monate lang arbeitete ich regelmäßig an seiner Seite. Ich versuchte zu verstehen, was er tat. Doch was dort als Heilung geschah, hatte wenig mit meiner westlichen Vorstellung davon zu tun. Immer wieder sagte er zu mir: „You have to do this. You must do this. This is your work.“

Diese Zeit brachte mich mental und emotional immer wieder an meine Grenzen. Ich musste die Vorstellung aufgeben, erst alles verstehen zu können, bevor ich meiner Wahrnehmung vertraute. Ich lernte, mitten in Hitze, Lärm und dichtem menschlichem Gedränge konzentriert zu bleiben und einer Wahrnehmung in mir zu vertrauen, die ich damals erst langsam verstand.

Ohm Olli lehrte mich nicht, sein System zu übernehmen. Er half mir, etwas freizulegen, das bereits in mir vorhanden war.

Meine Führungserfahrung und meine energetische Wahrnehmung gehörten schon damals zu demselben Leben. Ich wusste nur noch nicht, wie sie zusammengehörten.

Ich war nicht mehr im System.
Aber das System war noch in mir.

1994 wurde mein bisheriger Weg abrupt unterbrochen. Bei einem schweren Sturz zerbrach meine rechte Ferse in viele Teile. Die medizinische Prognose lautete auf eine siebzigprozentige bleibende Behinderung.

Der orthopädische Chirurg, der mich operierte, leistete außergewöhnliche Arbeit. Dennoch waren Rollstuhl und Krücken ein Jahr lang mein Alltag. Im zweiten Jahr begann ich langsam wieder zu gehen.

Die Prognose erfüllte sich nicht. Ich kann gehen. Nicht mehr so wie zuvor. Beinahe zehn Jahre lang lebte ich mit fast permanenten Schmerzen. Aber ich gehe.

Die Aussicht auf eine dauerhafte körperliche Behinderung gab meiner Beschäftigung mit Meditation und energetischer Arbeit eine neue Dringlichkeit. Parallel zur medizinischen Behandlung wurden sie zu einem wesentlichen Teil davon, wie ich mit Schmerzen, körperlicher Begrenzung und meiner langen Genesung umging.

Auch mein Berufsleben kam zum Stillstand. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hatte ich keine Organisation und keine Position, über die ich mich definieren konnte.

Ich hatte angenommen, der Druck gehöre zu meinem beruflichen Umfeld. Doch viele seiner Regeln wirkten weiter, obwohl ich nicht mehr arbeitete. Das Funktionieren. Der Anspruch, verlässlich zu sein. Die Selbstverständlichkeit, Verantwortung zu tragen.

Sie zeigten sich darin, wie ich mit Schmerzen, Abhängigkeit, Langsamkeit und dem Verlust meiner vertrauten Rolle umging.

Der berufliche Kontext war weggefallen. Die innere Form war geblieben.

Die in Jakarta begonnene energetische Arbeit richtete meinen Blick nun stärker auf meine eigenen inneren Strukturen. Ich begann zu verstehen, dass Systeme nicht dort enden, wo wir sie verlassen. Ihre Regeln können zu inneren Maßstäben werden, nach denen wir uns weiterhin organisieren.

1996 kehrte ich in die Corporate-Welt zurück, teilweise aus finanzieller Notwendigkeit. Die wichtigsten formalen Stationen meiner Laufbahn lagen damals noch vor mir.

In den folgenden zwölf Jahren übernahm ich meine großen regionalen Führungsrollen und arbeitete auf internationaler Ebene weiter.

Erst 2008 entschied ich selbst, diese Welt zu verlassen. Dieser Entscheidung ging eine Erfahrung voraus, bei der Kompetenz und Leistung nicht mehr ausreichten.

Ich konnte dieses Spiel nicht gewinnen, ohne etwas in mir zu verraten.

 

Am Ende meiner Jahre in London stieß ich an die gläserne Decke. Die nächste berufliche Tür stand einen Spalt offen. Es ging um ein Boardroom-Mandat. Doch um hindurchzugehen, hätte ich meinen eigenen Vorgesetzten aushebeln und mich an einem Machtspiel beteiligen müssen, das ich ablehnte.

Diesen Preis habe ich nicht bezahlt.

Die Position bekam ich nicht. Beruflich kam ich an dieser Stelle nicht weiter. Das war ein realer Verlust. Mir fehlten weder die Kompetenz noch die Erfahrung für den nächsten Schritt.

2008 verließ ich London und die Corporate-Welt. Ich war 50 Jahre alt. Ich ging nicht, weil ich gescheitert war oder nicht weit genug gekommen wäre. Ich ging aus einer Position gelebter Kompetenz und aus eigener Entscheidung.

Damals wusste ich nur, dass dieser Weg für mich zu Ende war. Erst später verstand ich, wie wesentlich diese Erfahrung für die Arbeit werden würde, die ich heute tue.

Renate Hechenberger an einem Tisch in einem modernen Besprechungsraum

Aus zwei Erfahrungswelten entstand meine heutige Arbeit.

Nach meinem Abschied aus der Corporate-Welt gründete ich mein eigenes Unternehmen und rückte die spirituelle und energetische Arbeit in das Zentrum meines beruflichen Lebens.

Seit siebzehn Jahren arbeite ich selbstständig. In dieser Zeit entwickelte ich mit CoReOn meine eigene Methode, leitete Gruppen und eine Master Class.

Was nach außen wie zwei sehr unterschiedliche Lebenswege erscheinen kann, gehört für mich zusammen.

Meine internationale Führungserfahrung hat mich gelehrt, wie Organisationen, formale Mandate, Loyalitäten und informelle Machtverhältnisse wirken. Die energetische Arbeit hat meinen Blick dafür geschärft, wie diese äußeren Kräfte im Inneren weiterleben: als Bindung, als Angst vor dem Verlust von Zugehörigkeit, als erlernte Anpassung oder als eine Autorität, die noch immer auf Zustimmung wartet.

Mit der Zeit verstand ich: Ich verband nicht zwei verschiedene Felder miteinander. Ich betrachtete dieselbe Wirklichkeit auf zwei Ebenen, die äußere und die innere Architektur von Macht.

Ich sehe, wo eine Frau formale Macht besitzt und ihre Autorität dennoch zurückhält. Wo sie die Grenzen eines Systems mit ihren eigenen verwechselt. Und welche Teile von ihr unter Funktion, Anpassung und Zugehörigkeit leiser geworden sind.

Female Power Architect beschreibt die Arbeit, die aus diesen beiden Erfahrungswelten entstanden ist.

Was ich mitbringe

Internationale Führung & Systemerfahrung

30 Jahre internationale Führungs- und Management-Erfahrung.

Zehn Jahre in London sowie zwanzig Jahre Leben und Arbeiten in Südostasien, im Mittleren Osten und in Australien.

Regionale Führungsverantwortung für rund 30 Häuser in mehr als zehn Ländern der Asia-Pacific-Region, danach für eine kleinere Gruppe in Großbritannien mit Sitz in London.

Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Eigentümern, Führungsteams und komplexen Stakeholder-Strukturen sowie mit neuen Hotelprojekten, Franchise-Modellen und internationalen Standards.

Energetische Arbeit & innere Architektur

Spirituelle und energetische Praxis seit Ende der 1980er-Jahre, verbunden mit intensiver Arbeit mit Meditation, energetischer Wahrnehmung und Bewusstseinsprozessen.

Seit siebzehn Jahren selbstständig. Gründerin eines eigenen Unternehmens und Entwicklerin der Methode CoReOn.

Rund 5.000 Sessions in Einzelarbeit, Gruppen und Master Classes, Seminare.

Präzise Wahrnehmung der inneren Bindungen und Prägungen, die eigene Autorität begrenzen, und ihrer Verbindung mit äußeren Machtverhältnissen.

Ich lernte Renates Arbeit in einer Phase kennen, in der ich als Unternehmerin mit über 360 Mitarbeitenden funktionierte, aber meinen inneren Raum verloren hatte.

Renate führte mich zurück zu Intuition, Fühlen und Vertrauen. Sie hat die seltene Fähigkeit, genau dort präsent zu sein, wo wir selbst blind geworden sind. Sie erkennt, welche Impulse aus unserer eigenen Kraft kommen und welche aus Anpassung oder Angst. Diese Klarheit wirkt ordnend. Sie richtet auf.

Heute begegne ich als Künstlerin alten Zweifeln in neuer Form. Immer wieder erinnert mich Renate daran, dass Schöpfung nicht aus Leistung entsteht, sondern aus Präsenz.

Renate ist eine Architektin im wahrsten Sinn. Sie zeigt, wie wir unsere innere Form wieder aufbauen, bis der eigene Kompass wieder spürbar wird.

Darum würde ich jeder Frau, die sich angesprochen fühlt, dieses eine Gespräch mit Renate empfehlen. Es ist jede Minute wert, weil es echt ist.

Ernestine Faux

Unternehmerin & Künstlerin, Atelier Ernestine Faux

Wir sind kein Spalierobst.

Ich will nicht, dass Frauen ihre Macht länger an eine Form binden, die andere für sie vorgesehen haben.

Ich kenne diese Systeme. Ich habe in ihnen geführt. Ich weiß, wie weit sie Frauen bringen können und wo die vertraute Form viel zu eng wird.

Sie fördern Frauen, solange sie innerhalb dieser Form erfolgreich sind. Schwieriger wird es, wenn eine Frau ihre Autorität nicht länger an Zustimmung bindet, eine Grenze setzt, die wirklich gilt, und damit die bestehende Ordnung verändert.

Eigene Autorität bleibt nicht immer angenehm. Sie setzt Grenzen, verschiebt Machtverhältnisse und hat Konsequenzen. Das ist kein Fehler, den eine Frau an sich korrigieren muss.

Frauen brauchen keine weitere Anleitung zur Anpassung.

Mit 69 tue ich diese Arbeit nicht, weil ich noch etwas beweisen muss.

Ich tue sie, weil ich heute weiß, wofür meine Erfahrung gebraucht wird.

Die gemeinsame Arbeit

Wenn Sie Ihre Autorität nicht länger an die bestehende Form anpassen, sondern Ihre eigene Macht bewohnen wollen, beginnt hier unsere gemeinsame Arbeit.

Wir machen sichtbar, welche äußeren Machtverhältnisse, Loyalitäten und inneren Prägungen Ihren Handlungsspielraum noch begrenzen.

Nicht weiter anpassen. Die Form verlassen. Die eigene Macht bewohnen.

In ausgewählten Fällen arbeite ich in diesem Rahmen auch mit Männern.

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